Die gregorianische Arbeitswoche „scola aestatis“ (Sommerschule) findet seit 1980 und seit 2000 in Drübeck statt.
 
Alle, die den Gregorianischen Choral lieben oder kennenlernen möchten, sind dazu eingeladen. Es gibt keine Teilnahmevoraussetzungen. Notenkenntnis, Chorerfahrung oder Vertrautheit mit der Liturgie des christlichen Gottesdienstes erleichtern allerdings den Einstieg in die Woche.
 
Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland und aus dem Ausland. Die Zusammensetzung der Gruppe ergibt sich in der Regel wie folgt: Etwa ein Drittel sind ständige Teilnehmer, darunter die Mitglieder des Leitungskreises und Teilnehmer, die schon lange feste Aufgaben während der Woche wahrnehmen (wie z.B. die Küster, die die Kirche für die Gottesdienste vorbereiten).
        Ein weiteres Drittel besteht aus Teilnehmern, die schon ein- oder zweimal dabei gewesen sind. Besonders wichtig für das Anliegen der Woche sind die Mitglieder der dritten Gruppe, die erstmalig an der Arbeitswoche teilnehmen, denn die Gregorianische Arbeitswoche ist ihrer Anlage nach eine Lehrwoche.
        Von der sächsischen Landeskirche und anderen Institutionen wird diese Arbeitswoche als Weiterbildung anerkannt.
 
Der Tagesablauf ist dem benediktinischen Klosterleben nachgebildet. Morgens, mittags, abends und vor der Nachtruhe wird in der Kirche das Chorgebet gehalten, zur Erleichterung des Verstehens und Mitbetens werden die Stundengebete in deutscher Sprache gesungen. In der übrigen Zeit finden Chorübungen und geistliche Studien statt. Innerhalb der Singübungen findet die Vermittlung des theoretischen Wissens über den Gregorianischen Choral statt.
        Ein Abend der Woche ist für einen Vortrag reserviert, dessen Thema eine Beziehung zum Gregorianischen Choral hat, aber den Teilnehmern den Einblick in einen größeren Zusammenhang erlaubt. Themen waren bisher u.a. Kirchenfenster von Marc Chagall, Gestik im christlichen Gottesdienst oder der Guss einer Glocke im thüringischen Apolda. Wenn es die Zeit erlaubt, wird zur Erholung auch mehrstimmig gesungen.
        Für den Sonnabend bereitet die Gruppe eine besonders reich gestaltete, konzertante Vesper vor, die auch im Veranstaltungsplan der „Straße der Romanik“ bekanntgemacht und von außerhalb besucht wird.
    Am Sonntag wird zu Gottesdiensten in der Region eingeladen. Die Stundengebete werden in einer dem Tag des Herrn gemäßen feierlicheren Form gesungen. Darüber hinaus wird am Sonntag nicht gearbeitet.
        Höhepunkt, Ziel und Abschluss der Woche ist eine lateinische, gregorianische Messe, ein Abendmahlsgottesdienst, der im Verständnis der Evangelisch-Lutherischen Kirche gefeiert wird. Zum Abendmahl sind alle getauften Teilnehmer der Woche eingeladen, auch wenn sie einer anderen Kirche angehören.
 
Veranstalter der Gregorianischen Arbeitswoche ist das Kirchenchorwerk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, unterstützt wird sie außerdem von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, sowie besonders begleitet durch die Evangelisch-Lutherische Gebetsbruderschaft Sachsens.
 
 
Impressionen und Ablauf
Kreuzgang
Teilnehmer 2008
abendliche Stille